Sonntag, 6. September 2015
Die Zeit
rast wie in einem Affenzahn an mir vorbei, jetzt bin ich schon einen
Monat lang in Südamerika.
In
Asuncion aber erst seit 2 Wochen, vorher waren wir mit 60
Freiwilligen auf einem Vorbereitungsseminar in Buenos Aires. Es war
zwar spannend ein wenig von Buenos Aires sehen zu können, aber
eigentlich wollte ich so schnell wie möglich nach Paraguay.
Zusammen mit Doro, Nina und Elisa wohne ich in
einem Studentenwohnheim in der Nähe des Zentrums. Erstmals teilen
Doro und ich uns ein Zimmer und haben uns auch schon ein wenig
eingerichtet.
Unsere Vorgänger haben uns eine kleine Kiste hinterlassen mit allem möglichen Zeugs, worüber wir uns erstmal sehr gefreut haben. Das beste war die große Tererékanne!! Wir laufen hier jeden Tag mit der Kanne unter'm Arm und der Guampa in der Hand durch die Gegend. Tereré ist eiskalter Matetee und schmeckt super!
Unsere Vorgänger haben uns eine kleine Kiste hinterlassen mit allem möglichen Zeugs, worüber wir uns erstmal sehr gefreut haben. Das beste war die große Tererékanne!! Wir laufen hier jeden Tag mit der Kanne unter'm Arm und der Guampa in der Hand durch die Gegend. Tereré ist eiskalter Matetee und schmeckt super!
Am zweiten Tag ging es morgens schon los in die Callescuela. Norma, eine Leiterin des Projektes hat uns erst einmal alles gezeigt und erklärt. Wir haben viel gequatscht und ich bin sehr froh über die Geduld der Menschen aus der Callescuela, weil wir oft nachfragen müssen um alles zu verstehen.
Mein Name „Mia“ ist der Brüller bei den Kindern, die Erwachsenen können sich ein schmunzeln meist auch nicht verkneifen. Mia bedeutet meins, ein kleiner Wortwitz kommt immer wenn ich mich vorstelle. Samstag haben wir den ganzen Tag an einem Workshop teilgenommen. Die Vertreter aller Projekte waren mit dabei. Also Kinder und Jugendliche aus den Projekten der Communidades, die Schuhputzerjungs vom Busbahnhof und vom Markt. Wir haben uns kritisch mit der gesellschaftlichen und politischen Lage in Paraguay befasst. Schon beeindruckend wie alle Kinder im Thema drin sind, selbst die Kleinsten waren bei den Diskussionen immer mit dabei. Der Workshop ging zwei Tage, die Kinder saßen noch lange in kleinen Gruppen zusammen und haben sich auf den nächsten Tag vorbereitet. Wir haben Banner mit Statements besprüht. Die Callescuela geht regelmäßig auf die Straße und organisiert Demonstrationen.
Nach langem
Karten spielen und Tereré trinken, haben wir mit allen ein riesiges
Matratzenlager aufgebaut und sind total fertig ins Bett gefallen. Ich
bin noch ziemlich erschlagen von den ganzen Eindrücken und dem
vielen Spanisch, so dass wir nach der Arbeit nicht mehr so viel auf
die Reihe kriegen.
Am
Dienstag war ich mit Doro auf dem Mercado de Abasto, ein riesiger
Markt auf dem alles verkauft wird. Dort ist ein weiteres Projekt der
Callescuela, die Kinder, die dort in der Umgebung wohnen oder
arbeiten, können täglich in das Projekt kommen. Morgens und Mittags
können sie dort essen. Es spazieren durchgehend neue Kinder
in das Projekt, wir haben mit den Kindern und Jugendlichen Guarani
und Spanisch gelernt.
Der
Mercado war sehr eindrucksvoll, ich habe sogar ein wenig Guarani
gelernt! Die Kinder dort sprechen hauptsählich Guarani, was jetzt
am Anfang sehr verwirrend ist, aber so langsam erkenne ich die
Unterschiede. An dem Markt ist eine Radiostation, in dem Projekt wird
einmal die Woche ein kleiner Radiobeitrag vorbereitet von den
Kindern. Wir waren auch im Radio und sollten uns vorstellen, was
witzig war, weil es sehr spontan war und wir auf einmal vor dem
Mikrofon standen.
Mittwoch
war ich in der Villa Elisa, eine Communidad mit Kinder- und
Jugendbetreuung, Apoya escolar (Nachhilfe) und Müttertreffen. Dort
hat es mir sehr gefallen! Mit den Kindern komme ich sofort ins
Gespräch. Mein Name ist und bleibt ein Renner.
Das
letzte Projekt ist am Busbahnhof mit den lustrabotas, also die Jungs,
die am Bahnhof Schuheputzen und so mit Geld verdienen. Dort ist
ebenfalls ein Ort für die Jungs zum lernen vor oder nach der Schule.
Zwischendurch gehen sie in verschiedenen Schichten zur Arbeit. An dem
Tag haben wir schon sehr viel mit den Jungs quatschen können und es
war mal etwas anderes mit Gleichaltrigen sich aus zu tauschen in dem
Projekt.
Von
Tag zu Tag gewöhne ich mich hier immer mehr ein. Mir gefällt es
hier sehr, ich bin zufrieden mit unserem Projekt, die Atmosphäre in
der Callescuela gefällt mir richtig gut!
Ich bin schon sehr gespannt für welches Projekt wir uns letztendlich am Ende der Woche entscheiden und freue mich schon darauf, wenn wir endlich richtig starten können.
Auch wenn Winter bzw Frühlings ist, sind es hier 35 – 40 Grad, bei 20 Grad waren wir hier schon letztens am frieren. Ich bin mal gespannt auf den Sommer!
Im Studentenwohnheim lernen wir hier jeden Tag neue, nette Menschen kennen, die uns auch ein wenig die Stadt zeigen wollen. Da wir bisher noch so gut wie nichts gesehen haben und viel Zeit in den Projekten verbringen. Wir haben hier auch einen kleinen Papagei morgens herumfliegen, der immer „Hola“ durch das Fenster ruft!
Jedoch fällt mir der Unterschied zu unserem Wohnort und den Orten an denen sich die Projekte befinden, stark auf. Es ist nicht so schön, jeden Morgen und jeden Abend von einem ins andere zu tauchen.
Ich bin schon sehr gespannt für welches Projekt wir uns letztendlich am Ende der Woche entscheiden und freue mich schon darauf, wenn wir endlich richtig starten können.
Auch wenn Winter bzw Frühlings ist, sind es hier 35 – 40 Grad, bei 20 Grad waren wir hier schon letztens am frieren. Ich bin mal gespannt auf den Sommer!
Im Studentenwohnheim lernen wir hier jeden Tag neue, nette Menschen kennen, die uns auch ein wenig die Stadt zeigen wollen. Da wir bisher noch so gut wie nichts gesehen haben und viel Zeit in den Projekten verbringen. Wir haben hier auch einen kleinen Papagei morgens herumfliegen, der immer „Hola“ durch das Fenster ruft!
Jedoch fällt mir der Unterschied zu unserem Wohnort und den Orten an denen sich die Projekte befinden, stark auf. Es ist nicht so schön, jeden Morgen und jeden Abend von einem ins andere zu tauchen.
Noch
eine kleine Geschichte zum Abschluss:
Gestern haben wir uns zu viert auf den Weg gemacht zu Vincent und Resi, die beiden sind auch Freiwillige und wohnen in Asuncion. Jedoch ein bisschen außerhalb, solange wir die richtige Buslinie nehmen, wird das schon alles klappen. Mit der Einstellung haben wir uns dann in den Bus gesetzt, nach einer halben Stunde Fahrt meine Nina noch: „Schaut mal, hinter uns ist genau der selbe Bus, da hätten wir gar nicht so rennen brauchen!“. Als dieser Bus plötzlich hinter uns abbog, wunderten wir uns immer noch nicht. Nach gut einer Stunde Busfahrt, haben wir mal angefangen Leute im Bus zu fragen, wann wir denn so ungefähr aussteigen müssen. Als sich der ganze Bus eingemischt hatte und lautstark diskutierte wie wir am Besten in Resi's und Vincent's Viertel kommen, fuhr der Bus immer weiter in's Nirgendwo.
Irgendwann sind wir dann auf einer Landstraße ausgestiegen und hatten gar keinen Plan mehr wo wir sind. Wir hätten den anderen Bus nehmen müssen hinter uns, der wäre richtig gefahren... Es war also 10 Uhr abends und wir standen zu viert ein wenig verloren am Straßenrand herum, es fuhren keine Busse mehr, aber irgendwie haben wir es doch noch zu den Beiden gefunden. Ansonsten passe ich natürlich auf mich auf, Mama!
Gestern haben wir uns zu viert auf den Weg gemacht zu Vincent und Resi, die beiden sind auch Freiwillige und wohnen in Asuncion. Jedoch ein bisschen außerhalb, solange wir die richtige Buslinie nehmen, wird das schon alles klappen. Mit der Einstellung haben wir uns dann in den Bus gesetzt, nach einer halben Stunde Fahrt meine Nina noch: „Schaut mal, hinter uns ist genau der selbe Bus, da hätten wir gar nicht so rennen brauchen!“. Als dieser Bus plötzlich hinter uns abbog, wunderten wir uns immer noch nicht. Nach gut einer Stunde Busfahrt, haben wir mal angefangen Leute im Bus zu fragen, wann wir denn so ungefähr aussteigen müssen. Als sich der ganze Bus eingemischt hatte und lautstark diskutierte wie wir am Besten in Resi's und Vincent's Viertel kommen, fuhr der Bus immer weiter in's Nirgendwo.
Irgendwann sind wir dann auf einer Landstraße ausgestiegen und hatten gar keinen Plan mehr wo wir sind. Wir hätten den anderen Bus nehmen müssen hinter uns, der wäre richtig gefahren... Es war also 10 Uhr abends und wir standen zu viert ein wenig verloren am Straßenrand herum, es fuhren keine Busse mehr, aber irgendwie haben wir es doch noch zu den Beiden gefunden. Ansonsten passe ich natürlich auf mich auf, Mama!
Allerliebste
Grüße y un abrazo,
Mia
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